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Schulpartnerschaftzwischen -dem Gewerblich–Technischen Berufsbildungszentrum Zella–Mehlis,Thüringen, ![]() Kontakte zwischen berufsbildenden Schulen der neuen und der alten Bundesländer gab es 1990 viele. Der anfängliche Überschwung ist jedoch immer mehr in den alltäglichen Dingen untergegangen. Man kann sogar sagen, dass sich hier und da Vorurteile ausgebildet haben, die teilweise auf Unkenntnis und Informationsmangel zurückzuführen sind. Im Verlauf diese Projektes sollen solche Vorurteile abgebaut werden und Freundschaften entstehen. Diese Grundidee wurde von den Berufsschullehrern Eberhard Holland-Moritz (Zella-Mehlis) und Karl Lück (Betzdorf-Kirchen), die sich durch die Bundesarbeitsgemeinschaft für Kfz.-Lehrer Deutschlands kennengelernt hatten, aufgegriffen. Zur Realisierung des Projektes beantragte man gemeinsam die Aufnahme in den von der Robert–Bosch–Stiftung und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung ausgeschriebenen Förderwettbewerb: Gemeinsam Handeln - Voneinander Lernen - Zusammenwachsen Dieser Wettbewerb steht seit dem 10.01.1997 unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Roman Herzog und fördert Begegnungen und Zusammenarbeit in gemeinsamen Projekten ost- und westdeutscher Schulen. Mit großer Freude konnte man dem Schreiben vom 16.06.1997 der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung folgenden Text entnehmen: "........wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, daß die Jury des Förderwettbewerbs 'Gemeinsam handeln – Voneinander Lernen – Zusammenwachsen' für die Ausschreibung 1997/98 Ihr Vorhaben ausgewählt und für die Förderung empfohlen hat. Ausgewählt aus dem Themenfeldkatalog wurde dann das Themenfeld: Fremde – Nachbarn – Freunde Erstmals bestand die Möglichkeit in die ost/westdeutsche Schulpartnerschaft Schulen aus einem Nachbarland z.B. Polen oder Tschechien einzubeziehen. Somit kam die Staatl. Berufsbildende Schule aus Hradec – Kralove (Stredni odborna` skola a Stredni odborne`) mit ins Förderprogramm. Unter dem Projekttitel: Ich habe ein Berufsziel; Ausbildung in Ost und West, Ausbildungsbetrieb – Berufsschule - Freizeit wurden dann zunächst eintägige Besuche zum "Kennenlernen" vorgenommen. In der relativ kurzen Zeit konnten die Schüler sich lediglich bekannt machen. Die Schulen wurden besichtigt, Besonderheiten gezeigt – eine erste Annäherung, zwar verhalten, aber trotzdem sinnvoll, war geschaffen. Die sich anschließenden Besuche waren dreitägig. Unter anderem wurden die überbetrieblichen Ausbildungsstätten besucht, die Lehrbetriebe der Schüler wurden angefahren, wobei jeweils Schüler beider Schulen in kleinen Gruppen "ihren Ausbildungsbetrieb" vorstellten. U.a. besuchte man das Besucherbergwerk der ehemaligen Eisenerzgrube in Steinebach, das Wintersportzentrum in Oberhof und hüben und drüben ein Motorradmuseum. Suhl konnte dann noch mit einem Waffenmuseumsbesuch und einer Stadtbesichtigung aufwarten. Außerdem kam der Freizeitwert nicht zu kurz. Es wurde Fußball gespielt, diverse Diskotheken wurden frequentiert. Beim letzen Besuch in Zella – Mehlis konnte die Gruppe, die bis dato nur jeweils aus einer Klasse Kfz. – Mechanikern bestand bereits um je eine Bauzeichnerklasse erweitert werden. Bei dieser Begegnung lernte man dann eine Abordnung der Tschechichen Schule, an Ihrer Spitze der Schulleiter Ing. Josef Machek, kennen. Zwischenzeitlich konnte die erste Phase der Schulpartnerschaft abgeschlossen werden. Die überaus positive Resonanz konnte der Presse entnommen werden. Dies war Grund genug für die Stiftung das Projekt mit Schreiben vom 18.6.1998 weiter zu fördern. In Zukunft soll die Liste der beteiligten Klassen erweitert werden um die Gruppen der Elektroinstallateure, Metallbauer und Klassen des Berufsvorbereitungsjahres (BVJ). Karl Lück Projektleiter im März 1999 |




